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Verhaltensregeln gegenüber Bären
Bären sind nicht sehr sozial und haben nur ein sehr beschränktes Verhaltensrepertoire. Der grösste Teil ihrer Kommunikation, beispielsweise an ihren Futterstellen, dient ausschliesslich dazu, Abstand beizubehalten und Konflikte zu vermeiden. Die Verhaltensmuster der Bären sind weitestgehend nicht ritualisiert.
Infos über die einzelnen Rassen:
Was Du tun kannst: Erkundige dich vor deinem Trip nach der Bärenaktivität der letzten Wochen in dem Gebiet, das Du besuchen wirst. Mach Dich bemerkbar. Reden, klatschen, singen... im speziellen in der Nähe von lauten Flüssen, an stürmischen Tagen oder in Gebieten mit schlechter Sicht. Sei besonders wachsam in der Nähe von Futterstellen, das können auch Beeren-Sträucher und Flüsse sein, in denen Fisch zu holen ist. Achte auf Zeichen wie Fussspuren, Buddellöcher, umgedrehte Felsen und Steine, Kot.
Wenn der Bär schon so gut wie vor Dir steht: Keine hektischen, plötzlichen Bewegungen, kein direkter Augenkontakt! Der Bär fühlt sich u.U. schnell bedroht. Bleibe in Windrichtung, spreche mit lauter autoritärer Stimme, hebe langsam die Arme in die Luft über den Kopf (dadurch demonstriere Grösse) und gehe langsam weg. Du gibst dem Bären dadurch die Gelegenheit, auch wieder zu gehen. Wenn der Bär nicht geht, sonder weiter auf dich zu kommt, bleibe stehen. Stell Dich nicht tot, solange der Bär nicht wirklich angreift.
Normalerweise greift ein Bär an, indem er schnell, auf allen Vieren und mit zurückgelegten Ohren auf sein Opfer zuläuft Aber viele Angriffe sind auch nur Bluff.
Die Bären stoppen dann oder springen im letzten Moment zur Seite. Stellen Sie sich nicht zu früh tot! Bei einem neugierigen Bären oder einem, der auf der Jagd ist, könnten Sie wie leichte Beute aussehen.
Wildlife Experten empfehlen bei Angriffen folgendes:
Wenn sich ein Schwarzbär nähert, versuchen Sie ihm Angst einzujagen durch Schreien oder indem Sie kleine Steine auf ihn werfen. Wenn ein Schwarzbär angreift: Wehre Dich!!! (kämpfe!) Wenn ein Grizzly Bär nachts angreift, z.B. während Du im Zelt bist, kämpfe aggressiv zurück..... mit den Fäusten oder Gegenständen, die zur Verfügung stehen. Wenn ein Grizzly Bär tagsüber angreift, wird von den meisten Experten empfohlen, sich tot zu stellen, sowie der Bär angegriffen hat. Rollen Sie sich zusammen, Gesicht nach unten, und schützen Sie mit den Armen und Händen ihr Genick. Bewegen sie sich nicht bis der Bär sich zurückgezogen hat.
Food Cache
um Bären nicht ins Camp zu locken, empfiehlt es sich, die Vorräte mindestens 100 m vom Zelt entfernt zu lagern, möglichst geruchsdicht verpackt geschieht das am besten folgendermassen:
1. Wähle zwei Bäume, die mindesten 6 m auseinander stehen. Werfe das beschwerte Seilende über einen Ast, der mindestens 5 m hoch über Grund ist.
2. Binde das Seil am Stamm des ersten Baumes an. Werfe das beschwerte Ende über einen entsprechenden Ast des zweiten Baumes.
3. Befestige Deinen Vorrats-Sack in der Mitte des Seiles und ziehe ihn nach oben, so dass er in der Mitte zwischen den beiden Bäumen, in mindestens 3,5 m Höhe hängt.
4. Binde das andere Ende um den Stamm des zweiten Baumes. Nun kann man den Sack je nach Bedarf rauf oder runterlassen.
Wenn Sie Ihre Lebensmittel so versorgen, locken Sie keine Bären an, und Sie können auch sicher sein, dass am Morgen noch etwas von Ihren Vorräten für Sie da ist.
Plane voraus, bleib ruhig, mach Dich bemerkbar, …nicht wegrennen! (der Bär ist immer schneller)
Schutz
Viele Einheimische, die in der Wildnis wandern gehen, nehmen keine Waffe mit. Sie wissen, dass die beste Verteidigung vernünftiges Verhalten ist. Vorsicht beim Reisen und Campen ist alles was es braucht.
Wenn Du glaubst, Du brauchst zu Deiner Sicherheit zusätzlichen Schutz, nimm einen “Bärenspray“ mit. Dieser Spray wird aus dem Saft von Cayenne- Pfeffer hergestellt.
Mach Dich aber vorher vertraut mit der Handhabung und lies die Gebrauchsanweisung.
Bärenspray im Flugzeug transportieren ?
Das in den Sportgeschäften Alaskas angebotene Pfefferspray wirkt zwar tatsächlich abschreckend auf Bären, aber nehmen Sie es bloss nicht ins Flugzeug mit. Die Airlines verbieten das, denn die Spraydose könnte versehentlich während des Flugs losgehen - und den Piloten kurzzeitig erblinden lassen!
Es ist übrigens gestattet, in Alaska eine Feuerwaffe zur Selbstverteidigung zu tragen, man muss sich aber bewusst sein, dass mehr Leute durch unsachgemässes Hantieren mit Waffen verletzt werden als durch die Bären selbst. Wähle eine Waffe, die einen Bären auch tatsächlich stoppen kann, 12er Flinte, .300 Mag. Gewehr oder 44 Mag. Revolver. Bären haben einen extrem niedrigen Ruhepuls, deshalb braucht es eine grosse Schockwirkung um den Bären zu stoppen. - Üben in einem Schiesskeller nicht vergessen. Die Rote Fläche bietet die beste Verwundbarkeit („Blattschuss“) - Nicht auf den Kopf schiessen! (die Kugel könnte abprallen)!

Jeder Bär, der geschossen wurde,(auch in Selbstverteidigung) muss geborgen werden und an “Fish and Game” übergeben werden.
Hinweis: Bärenspray ist ein gutes Abwehrmittel für Notfälle, der durch das Reizgas wirkt, er darf aber nicht prophylaktisch auf Ausrüstung werden, da der Pfefferduft die Bären anlocken kann.
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